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Beteiligungsformen

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„Beteiligungsformen und –methoden gibt es mittlerweile sehr viele. Und es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Beteiligungsformen zu unterscheiden. Auf der Basis langjähriger Erfahrungen in Verbindung mit wissenschaftstheoretischen Recherchen und Recherchen guter Beispiele bietet sich folgende Unterteilung in drei großen Formen der Beteiligung an (s. a. die österreichischen „Standards der Öffentlichkeitsbeteiligung“).

Unterschieden werden:

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  • INFORMIEREN (Information) LINK Die Beteiligten werden durch verschiedene Verfahren über ausgewählte Sachverhalte, Fragen, Probleme in Kenntnis gesetzt.
  • STELLUNGNAHMEN EINHOLEN (Konsultation) (eher formelle EinwohnerInnenbeteiligung) LINK Die Beteiligten haben die Möglichkeit, sich zu der Themenstellung, der Frage, dem Problem zu äußern, indem sie Stellung nehmen, Fragebögen beantworten oder sich „Online“ zu Planungen äußern.
  • MITBESTIMMUNG ERMÖGLICHEN (Kooperation) (eher informelle EinwohnerInnenbeteiligung) LINK Die Beteiligten werden möglichst von Anfang an als PartnerInnen in die Lösungsfindung einbezogen. Sie haben großen Einfluss in diesen Verfahren. Immer häufiger werden politische Entscheidungen auf der Basis gemeinsam erarbeiteter Lösungsansätze getroffen. Ein gutes Beispiel ist die Entwicklung des Leitbildes in den beiden Samtgemeinden Barnstorf und Fürstenau. Die Leitbilder wurden gemeinsam von EinwohnerInnen der beiden Samtgemeinden erarbeitet und politisch beschlossen. Zur Mitbestimmung bieten sich viele Veranstaltungsformen und –settings an, die sich aus z. T. vergleichbaren, ähnlichen oder gleichen Bausteinen zu immer neuen Veranstaltungsverfahren zusammensetzen.
Analog zu den drei o. g. Beteiligungsformen können die methodischen Anforderungen an die Beteiligung formuliert werden:
  • Informieren:  >>         Systeme und Zusammenhänge verstehen
  • Konsultieren:  >>      Zur Veränderung von Systemen und Zusammenhängen beitragen
  • Kooperieren:  >> Systeme und Zusammenhänge aktiv verändern und pro-aktiv lernen

Vgl. auch Januar 2010: Hummelbrunner, R. 2002. Systemische Instrumente für die Regionalentwicklung. Endbericht.

In der kommunalen Entwicklung wird vorwiegend unterschieden in formelle Beteiligungsverfahren nach vorne und informelle Beteiligungsformen nach vorne. Während die formellen Verfahren vor allem Beteiligungsformen nutzen, in denen etwas präsentiert und dann von der EinwohnerInnenschaft bewertet bzw. kommentiert wird, werden die informellen Verfahren außerhalb der gesetzlich geregelten Beteiligungsabläufe vor allem als vorgezogene EinwohnerInnenbeteiligung angewendet. In diesen geht es meistens darum, gemeinsam über die Herausforderungen zu diskutieren, erste Lösungsansätze, Handlungsalternativen, Strategien oder konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die immer häufiger auch gemeinsam umgesetzt werden.

Vor allem im Bereich von informellen Verfahren werden vorwiegend Formen der Kooperation angewendet.


  • Dabei sind die einzelnen methodischen Bausteine und Verfahren an die spezifische Situation vor Ort anzupassen, so dass ein jeweils massgeschneiderter Instrumentenmix zum Einsatz kommt.

Welches Verfahren und welche Methode jeweils am Sinnvollsten ist, muss am konkreten Projekt abgewogen werden. Im Idealfall ist die Auswahl der Methoden selbst schon Teil des angestrebten Verständigungsprozesses.

 

Nicht die bloße Anwendung einer Methode oder eines Verfahrens führen zum Erfolg, sondern die Berücksichtigung bestimmter Regeln und der Einsatz einer Methode zum richtigen Zeitpunkt, einer bestimmten Methode für eine bestimmte Zielgruppe, einer Methode zur Analyse des Problems, des Systems oder der aktuellen Situation, in der sich das System befindet.

Entscheidend für den Erfolg der eingesetzten Beteiligungformen ist demnach ein Basiswissen über Prozessabläufe (Prozesswissen) sowie eine auf Ganzheitlichkeit ausgerichteten (systematischen) Sichtweise. Denn ein Beteiligungsprozess steht immer im direkten Zusammenhang mit dem ihm umgebenden System, sei es eine Kommune, eine Organisation, ein Unternehmen oder ein Verein.  I

Beispielhaft seien hier einige Methoden der systemischen Prozessentwicklung aufgeführt.

Eine umfassende Auflistung und dennoch nur eine Auswahl zahlreicher Methoden finden Sie beispielsweise hier.
Einen sehr guten Überblick über die Anwendung systemischer Methoden in der Regionalentwicklung bietet folgende Dokumentation.

Ein Beispiel eines Methodenmixes bietet das Forschungsvorhaben Gläserne Konversion zur Einführung eines nachhaltigen Flächenmanagements. Der dafür notwendige Ablauf der Veranstaltungen wurde iterativ LINK festgelegt und durch intensive Öffentlichkeitsarbeit, Informationsarbeit, Beteiligungs- und Mitentscheidungsangebote sowie Lernmöglichkeiten begleitet.

ABBILDUNG EINFÜGEN

Abb.: Meilensteine für Kommunikation und Partizipation im Projekt Gläserne Konversion Die schicke ich extra, die ist so groß

Hilfestellungen bei der Durchführung eines Beteiligungsverfahrens für nachhaltiges Flächenmanagement bietet das Bewertungs- und Entscheidungsverfahren NAME???. LINK
http://bibliothek.wz-berlin.de/pdf/2001/ii01-308.pdf
http://www.agendaforum.de/indexf.html?baustell

 

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